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Woche 10 – Fieberphantasien und Dosenravioli

9 Mrz

Schon wieder ist hier in Carleton Woche 10 des Semesters angebrochen und pünktlich am Montag nach dem Nachmittagsschlaf hatte ich einen Hals, der sich anfühlte wie mit Reißzwecken gespickt. Lyman hat heute dann auch mal vorbeigeschaut und kurz meinen Pulli eingehaart. Weiterlesen

Dear Americans

15 Dez

this is for you. This list was created on December 14th 2012 and does not claim to be objective. It will be continued at multiple occasions so please don’t consider it done. Ever. Weiterlesen

Minnesotas Winter – wie soll ich das überleben? oder: Kälte-Tipps für alle

8 Dez

Als meine Vorgänger von -37°C und -33°C im Winter sprachen, dachte ich mir nur, „boah cool!“ Im wahrsten Sinne des Wortes. Soo viel kälter als die Winter, die ich in der Oberpfalz erlebt habe (Spitzentemperaturen waren wohl so -22,5°C), ist das ja auch nicht. Weiterlesen

Amerika Pro und Contra

4 Dez

Diese Liste ist beliebig ergänzbar, wurde am 4.12.2012 begonnen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Des Weiteren ist sie vollkommen subjektiv.

Pro Amerika

-Cookies, Brownies, Veggieburger (mit Edamame oder Karotten oder Linsen – die mit schwarzen Bohnen sind allerdings bäh.), PB&Js, Erdnussbutter- und Mandel-M&Ms, Butterfinger, Kaffee (alleine schon, dass Kaffee erst hier hinten aufgeführt wird, wird mir Ärger einbringen…)

-sehr leicht erhältliche Medikamente, die auch wirklich was helfen

-Kreativität, z.B. bei Dekorationen für Halloween, Weihnachten, in den Einkaufszentren, in Zimmern und Häusern, bei Events, oder Kreativität bei der Art von Events, zum Beispiel ein Frühstück um 10 Uhr abends am Tag vor den Prüfungen, eine stille Tanzparty in der Bibliothek

-Architektur: Wesentlich praktischer und besser mitgedacht als in Deutschland, besonders auffällig bei Unigebäuden. Außerdem sehr großzügig, was Arbeitsplätze und Sofas angeht.

-Engagement: Wie viele Amerikaner sich ehrenamtlich für irgendetwas engagieren, ob langfristig oder für bestimmte Kampagnen oder Freiwilligenarbeit, ist schon faszinierend. In dem Ausmaß wäre das in Deutschland nicht möglich, auch wenn Deutschland gerade in der Arbeit mit Sportvereinen peinlich abhängig von Ehrenamtlichen ist.

Contra Amerika

-extrem hohe Studiengebühren (allerdings weiß man, wo das Geld hingeht, weil es sinnvoll investiert wird im Gegensatz zu Deutschland), auch wenn die meisten Studierenden „nur“ die Hälfte zahlen

-Straßen. Alles hier ist super ausgebaut, aber die Straßen sind furchtbar holprig. Klar, dass man nicht ständig ausbessern kann, wenns jeden Winter -30°C und weniger kriegt, aber…

-Gärten: Als Dorfkind mit großem Garten und gerne gärtnernden Eltern ist es schon ein bisschen traurig, diese einheitlichen, flachen, nur mit Gras, ab und an ein, zwei oreidigen Büschen bewachsenen Gärten zu sehen.

-Tempo: Hier hetzen die Leute sich viel mehr ab als in Europa. Schnell essen, trinken, Klo gehen, von A nach B rennen. Macht keinen Spaß.

Pro Deutschland

keine Studiengebühren, Essen, Schlechtwettergrillen, Wein und Bier in normalen Supermärkten erhältlich

Contra Deutschland

unfreundliche Menschen, Drängeln in sämtlichen Arten von Schlangen, in denen man ansteht, richtig miese, fiese Chefs, Unprofessionalität, Arroganz ohne Grund, Aburteilen von anderen

Was mir an Europa/Deutschland fehlt

-selber kochen

-bestimmte Gerichte… zB Spinatquiche, Spinatlasagne, Schwoazba-Dotsch, Wirsingauflauf, anständiger Kartoffelbrei (ohne die Haut!), anständiger Mozzarella oder Brie oder Camembert (gibts hier zwar, aber für 10 Dollar die Ecke/7 Dollar die Kugel), Ofenkäse, Baguettes (! stinknormale Baguettes, einfach so mal ausm Supermarkt mitgenommen!), Döner,

-ein Holzofen im Haus (hätten wir hier im Winterquartier sogar, aber der ist verstopft und darf nicht benutzt/repariert werden… grml)

-die kurzen Entfernungen. Wenn man mal in den USA war, sind Entfernungen innerhalb von Europa echt ein Witz. Das schreit nach Interrail bei Gelegenheit.

-genießbares Leitungswasser! In Carleton selbst ist das zwar ganz okay, aber in den meisten Privathaushalten kommt extrem gechlortes Wasser aus den Leitungen, und man fühlt sich, als würde man gerade mit Wasser aus dem Schwimmbecken Zähne putzen/duschen

-Straßenbeleuchtungen, die was taugen. Die Laternen hier sind zwar hübsch und haben warmes Licht, dieses reicht allerdings bei weitem nicht so weit, wie es sollte. Die Straßen sind im Vergleich zu Deutschland extrem dunkel und man fühlt sich wesentlich weniger sicher